die Seele sehnt sich
stöhnt und spannt sich an
saitenstark
und sehnt sich ihrer Liebe
klar ins Tageslicht zu sehn
doch weint und stellt sich an
und sehnt und spielt ihr Geigenlied
die kleinen grauen Wolken ‘rein
oh krumme Welt
oh grades Licht
du weiter Raum
vergisst mich nicht
meine Liebe mein
meine armen lehren Arme
sollten ja hier und um ihr sein
die Wolken aber zeigen
den Seelensang
wie öde Schafe
ihr öden Rücken ihr
und die Welt brummt
nur im gleichen Ton
rund und rund
ihre eigene Haut entlang
das grade Licht
er kennt die Sehnsucht nicht
der leere Raum
der spürt und spürt
den Abstand kaum
zonrich traurich
schrumpft die Seele
und macht sich klein
zieht sich hilflos
immer tiefer
in einer dumpfen Eigenwelt hinein
wo ihre Stimme stecken bleibt
Hier und Jetzt sich spalten
Gedanken auseinanderfalten
und das Weinen und die Lieder
schwinden
heise und letzendlich
stille
im
punkt
im Nadelloch
da dünsten sich die Tränen hoch
zu trauerlosen Wolken hoch
zusammen sich vereinent
vom Hirtenwind davongezogen
der lehre kahle Knochenmann
von seiner sehnende Seele
nun getrennt und sich entfernt
umarmt die runde Weltenhaut
und findet so sein Halt zurück
der klargewordener Blick
antwortet dem Lichte
im gleichen Gradenwinkel
Farbenformenspiel
und aus Gedankentrümmer ‘raus
vereinen sich das Hier und Jetzt
hoch und her im heilen Raum
wo die Zeit eins und Weben ist
aus Liebes Licht und Wärme